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Dr. med. Ansgar Flesch
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Die extrakorporale Stosswellentherapie

gegen chronische Schmerzen durch Entzündungen an Sehnenansatzzonen:

Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Fersensporn, Schultersehnenverkalkung, Patellaspitzensyndrom

button_kl_02.jpg 1. Fachinformation/wissenschaftliche Grundlagen:
Die extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT) unter Anwendung von hochenergetischem Ultraschall auf orthopädischem Fachgebiet ist ein sehr junges Therapieverfahren. In der Testphase der letzten Jahre fanden an stationären Einrichtungen überwiegend Geräte Verwendung, die auch zur Nierensteinzertrümmerung im Einsatz waren. Zwischenzeitlich wurden mit zunehmendem Erfahrungsschatz Geräte entwickelt, die in der Orthopädie gut eingesetzt werden können und über einen angepassten Energiebereich für folgende Indikationen verfügen:

button_rund_blau.jpg Chronifizierte Sehenentzündung der Schulter mit und ohne Kalkeinlagerungen (Sehnen/Schleimbeuteischmerzen mit Ausstrahlung in die Oberarmaußenseite, Nachtschmerzen, Armhebeschmerzen).

button_rund_blau.jpg Therapieresistente radiale oder ulnare Epicondylopathie des Ellenbogens, insbesondere bei Kontraindikationen gegen lokale Cortisoninjektionen oder bereits erfolgloser Cortisonanwendung (sogenannter Tennisellenbogen und Golferellenbogen).

button_rund_blau.jpg Anhaltende Schmerzen bei Fersensporn (Fersenschmerzen beim Auftreten trotz entsprechender Einlagenversorgung, eingeschränkte Gehstrecke). Achillessehnenanssatzstörung am Fersenbein mit und ohne Kalkeinlagerung.

button_rund_blau.jpg Generell verkalkende oder chronifizierte Tendopathien (Sehnen- und Bänderschmerzen), z.B. an der Patellaspitze, Knieseitenband, Quadrizepssehneneinstrahlung, Trochanter major (Hüftaußenseite), Handgelenk u.a. Verzögerte Knochenbruchheilung und Pseudarthrosen (hypertroph).
Die Stosswellentherapie wird bei genannten Indikationen im unteren und mittleren oder selten im oberen (Kalkdepots, Pseudarthrose) Energiedichtebereich angesiedelt. Eine Narkose oder Lokalanästhesie ist deshalb nur in seltenen Fällen erforderlich. Die Gerätezentrierung kann über das Schmerzempfinden des Patienten mit gesteuert werden.
Für einen ausreichenden Erfolg sind in der Regel 3 (2-5) Behandlungssitzungen mit je etwa 2000 Stosswellen nötig.

Es handelt sich um ein patientenschonendes Verfahren, das häufig die mehrfache und gewebsschädigende Cortisonanwendung, bzw. ein deutlich komplikationsträchtigeres und bei genannten Indikationen nur in einem Teil der Fälle erfolgreiches, operatives Verfahren vermeiden lässt.
Die Stosswellenanwendung selbst hat bisher, abgesehen von kurzfristig möglichen Schmerzverstärkungen insbesondere bei Verkalkungsarealen, keine schädlichen Nebenwirkungen erkennen lassen. Die kurzfristige Schmerzverstärkung steht u.U. mit der Aktivierung von Resorptionsvorgängen im pathologischen Verkalkungsbereich im Zusammenhang.
Für die häufig bereits nach einer Sitzung berichtete deutliche Schmerzlinderung dürften u.a. neurophysiologische Vorgänge Bedeutung haben, die in einer Art Schmerzvertäubung und/oder in einer selektiven Schädigung der Schmerzfasern bestehen können. Darüber hinaus werden über Stoffwechseländerungen und die Anregung von Resorption (z.B. von Kalkherden) und Gewebsneubildung (Vernarbung, Knochenstimulierung) Langzeiteffekte ausgelöst.
Die inzwischen vieljährigen Beobachtungsreihen weisen gute und sehr gute Ergebnisse (Schmerzlinderung über 50 % bzw. Beschwerdefreiheit) bei 60-80 % der Patienten nach.
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button_kl_02.jpg 2. Frage der Kostenerstattung:
Entsprechend den Empfehlungen der Bundesärztekammer verrechnen wir jede extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT) analog mit der GOÄ-Ziffer 2182. Je nach Steigerungsfaktor (Energiehöhe, Zeitaufwand, Stosswellenzahlen) entstehen damit Kosten für die Behandlungen zwischen 150 und 250 €.

Die Privatkassen sind in der Regel zur Zusage der Kostenübernahme bereit, wenn für den Patienten nur mehr invasive und komplikationsträchtigere Behandlungsformen zur Verfügung stünden. Damit ist insbesondere die mehrfache Cortisonanwendung mit Gefahr der sekundären Sehnen- oder Gelenkschädigung, die Cortisonunverträglichkeit oder eine operative Maßnahme gemeint.

Wir empfehlen in allen Fällen die vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse und die Frage nach der Höhe (Steigerungsfaktor) der je Sitzung übernommenen Kosten unter Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attestes.

Seit 1998 sind die gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr in der Lage, die Kosten für die ESWT zu übernehmen. Dies gilt bis zum Abschluß der laufenden wissenschaftlichen Untersuchungen (eindeutiger Wirknachweis). Sie müssten in diesem Fall die Kosten selbst tragen. Die exakte Höhe der Kosten wird Ihnen vor Behandlungsbeginn genannt.

Die neue zusätzliche radiale Stosswellentechnik scheint nach unseren bisherigen Erfahrungen in der Wirksamkeit bei den meisten Erkrankungen nahezu gleichwertig und ist sehr viel kostengünstiger anzuwenden.

In den geeigneten Fällen werden wir Sie auf unsere neue Alternativtechnik hinweisen. Die Kosten betragen dann nur noch ca. 50 EURO je Behandlungssitzung.

Es sind mit dieser neuen Technik auch neue Indikationsfelder wie Trigger und Tenderpunkte in Muskulatur und Sehnen gut zu behandeln (chronische Schmerzursachen mit Verkürzung und Gewebsumbau).



Mögliche strukturierte Vorbehandlung zur Ausschöpfung der Palette der etablierten Behandlungsmöglichkeiten

button_kl_02.jpg 1.Tendopathien der Schulter mit und ohne Schleimbeutelentzündung, mit und ohne Kalkeinlagerungen: Koordinierende und kräftigende Krankengymnastik zur besseren Schulterzentrierung und subakromialen Entlastung, ggf.. mit Friktionen (Vorsicht bei Kalkdepots). Elektrotherapie (Jontophorese, Ultraschall niedrigenergetisch, Hochvolttherapie, Dezimeterwelle). Subakromiale Injektionen im Bereich der geschädigten oder schmerzhaften Sehnenanteile oder Verkalkungszonen. (Vorsicht mit mehrfachen Cortisoninjektionen: Nachweis erhöhter Rissgefährdung und invalidisierender Spätfolgen!). Antiphlogistische Begleitmedikation oder topische Antiphlogistikaanwendung. Versuch der Wärme- oder Kälteanwendung je nach Aktualitätsstadium (Kälte bei vorherrschenden Entzündungszeichen).

button_kl_02.jpg 2.Tennis- oder Golferellenbogen (radiale oder ulnare Epicondylopathie): Dehnungen, Friktionen, Beeinflußung zervikaler oder thorakaler Funktionsstörungen, Ausschluß larvierter Wurzelreize (z.B. C6-Irritation). Begleitende Elektrotherapie (siehe oben), Kälte- oder Wärmeanwendung je nach Stadium. Zusätzliche entlastende Bandagenversorgung (Epicondylitisspange, Dämpfungsbandage, Orthese mit Kompressionseinlagen). Beseitiglung von Dysbalancen durch krankengymnastische Beübung z.B. Verkürzung der ventralen Schultergürtelmuskulatur bei zu schwachen Schulterblattstabilisatoren, Überlastung der Unterarmstrecker oder ständiger Hypertonus der Unterarmbeuger). Begleitende Anwendung von Antiphlogistika oral oder topisch. Versuch mit lokalen Injektionen einschl. Corticoidbeimischung (Vorsicht bei Überschreitung von 3 bis 4 Injektionen, Dystrophiegefahr! dann fehlende Reaktion auch auf andere Behandlungsmethoden).

button_kl_02.jpg 3.Fersensporn: Gewölbestützung und lokale Entlastung durch Einlagenversorgung mit eingebrachter Punkteentlastung am Plantarfascienansatz. Lokale Elektrotherapie (siehe oben). Kryotherapie. Lösung von Fußwurzelblockierungen und vorsichtige Dehnungen der Plantarfascie und Ischiocruralmuskulatur, evtl. Versuch mit Friktionen. Lokale Injektionsbehandlung (Vorsicht bei Überschreitung von 3 bis 4 Injektionen mit Cortisonbeimischung, Gefahr der Rissbildung in der Plantarfascie).



Ich wünsche Ihnen mit dem bei mir seit 9 Jahren bewährten und risikolosen Behandlungsverfahren viel Erfolg!

Sollten Sie sich zur Stosswellentherapie Ihrer Erkrankung entscheiden, bitte ich um vorherige Terminvereinbarung.

Ihre Orthopädie-Praxis
Dr. med. Ansgar Flesch